Korbwaren

In den früheren Zeiten verließen sich die Thai auf die Natur: Sie ernährte und sie kleidete sie. Ebenso sorgte die Natur für die Materialien für den häuslichen Komfort wie Schlafmatten, Körbe, Aufbewahrungsbehälter und Schattenspender. Die Dorfgemeinschaften verwendeten, was die Natur gab: reichlich Bambus, Schilf, Binsen, Reben und Blätter. Daraus wurden einfache, doch recht ansprechende und sehr funktionale Produkte.


Diese alten geerbten Fähigkeiten bringen heute den regionalen Gemeinden ein  zusätzliches Einkommen durch ihre Handwerksprodukte. Organisierte Gemeindeentwicklungs-Projekte helfen im ganzen Land bei der Ausbildung in Web-Techniken, Design und Verkaufsstrategien, um auf dem Markt zu bestehen.


Aus Bambus und Rattan entstehen Stühle, Tische, Körbe und dekorative Wohnacessoires. Schilf und Binsengewächse werden hierfür in Teichen gezüchtet. Getrocknet werden sie zu weichen, strapazierfähigen Sitz- und Schlafmatten gewebt. Die  Provinz Chanthaburi ist besonders bekannt für ihre qualitativ hochwertigen Matten.

 


Wasserhyazinthen vermehren sich so schnell, dass sie die Wasserwege verstopfen. Die Flüsse frei zu halten, kostet dem öffentlichen Haushalt viel Geld. Unternehmungslustige Dorfbewohner haben ihre ganz eigene Lösung für das das Problem gefunden: Sie verwenden dieses "Unkraut" als wertvollen Rohstoff und stellen aus den getrockneten, starken und strapazierfähigen Strängen Taschen, Körbe, Schalen, Ventilatoren-Blätter und andere Haushaltsgegenstände her. Auch ähnliche Materialien wie Palmen-, Bananen- und Pandanus-Blätter werden zu attraktiven Artikeln für den Markt verarbeitet.


Im Süden Thailands werden die sehr feinsträngigen, schwer zu verarbeitenden Lipao-Reben getrocknet, und mit großer Geduld werden daraus in lang anhaltende Mode gekommene großartige, elegante Handtaschen und Geldbeutel, verziert mit Gold- oder Silberspangen, gefertigt.