Thai-Lebensmittel

Das feucht-warme, tropische Klima macht Thailand zu einem landwirtschaftlichen Paradies. Nutzpflanzen wie Reis, Mais, Maniok, Zucker und Früchten werden angebaut, das Meer liefert eine große Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten. Ein wichtiges Element der Thai-Küche ist der Reis: weißer Reis, roter ungeschälter Reis, Jasmin-Reis und der im Norden beliebte Klebreis.


Um den Wert ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu steigern, verarbeiten viele Gemeinden ihren Reis in Snack-Produkte. In der Provinz Lampang wurde der regional beliebte knusprige Reis-Snack als bunter Reis-Keks, gewürzt mit Wassermelone oder Zuckerrohrsaft, neu formuliert und als "Khaotan" in anheimelnden braunen Säckchen vermarktet. Ähnliche Erfolge feiern auch knusprige goldene Reisröllchen, aus Reis, Kokosmilch, Sesam und braunem Zucker und Bananen-Snack-Produkte.

 

 

 

Dorfbewohner im nördlichen und nordöstlichen Thailand fermentierten traditionell Klebreis zu einem beliebten Reiswein, der als Sato bekannt ist, der schnell zu einem Nationalgetränk wurde und  Standards in der Produktion und Qualitätskontrolle setzte. Weißer Reis macht ein cremig-weißes Getränk, während roter Reis einen Rosé-Wein produziert. U ("uu") ähnelt Sato, doch wird hier der Reis zusammen mit seinen Schalen vergärt.


Tee und Kaffee als Ersatzanbauprogramme für den traditionellen Opiumanbau in vielen abgelegenen Gebieten eingeführt. In der zerklüfteten nördlichen Bergregion Doi Mae Salong ist die Einführung von Ulong und Shing Shing (chinesische Teesorten) so erfolgreich, dass jetzt große Mengen exportiert werden.


Bergvölker in der Chiang Rai Provinz auf den Doi Tung Bergen wechselten unter königlicher Schirmherrschaft zum Anbau von Arabica-Kaffee und produzieren inzwischen in ihrer eigenen Fabrik Doi Tung-Kaffee. Ebenso wurde Robusta-Kaffee in der südlichen Provinz Ranong eingeführt und von einer regionalen Kooperative unter dem Label  Andaman-Coffee vermarktet. In der südlichen Grenzregion der Provinz Satun ist eine alte Kaffeesorte aus Malaysia wiederbelebt worden.


Neue Pflanzugen von Maulbeerbäumen in Phitsanulok, die ursprünglich für die Seidenproduktion vorgesehen waren, havben die Dorfbewohner der Provinz inspiriert einen inzwischen sehr beliebten grünen Tee aus Maulbeerbaumblättern herzustellen, der nachweislich den Blutdrucks senkt und den Cholesterinspiegels reguliert.