Edle Natur-Papiere

Maulbeerbäume gibt es reichlich in ganz Nord-Thailand, sie werden genutzt, um Seidenraupen zu züchten, die für die renommierte Seidenindustrie des Landes  unerlässlich sind. Handwerker im alten Königreich Lannaa verteilten mit der Hand die holzige Rinde der Maulbeerbäume auf Bambusrahmen, ließen sie in der Sonne trocknen und fertigten daraus die reich strukturierten Sa-Papierbögen.


Sie waren für die Aufzeichnung von buddhistischen Schriften sehr beliebt, da die Schrift auf ihnen sehr lange Zeit lesbar blieb.

Das Wissen und die Fertigkeiten zur Herstellung von Sa-Papier wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Allerdings ist die internationale Nachfrage so groß, dass die Kommunen aus dem Norden heutzutage neue Sa-Papiere entwickeln: Farbige Muster eingebettet in Kräuter-, Blumen- oder Blätterfasern. Diese Papiere werden für Papiertüten, Schachteln, Hand-Fächer, bemalte Sonnenschirme, Buchdeckel und Bilderrahmen oder auch nur als buntes, blumiges Papier verwendet. Die Techniken der Herstellung des Sa-Papiers werden nun angewandt, um aus Ananas-Pflanzen und Bananenblättern indigenes Papier mit Wiedererkennungswert zu erstellen.


Im südlichen Bezirk von Pranburi wrden Ananas Konserven produziert und Ananas-Blätter fielen massenhaft als Abfall an, bis erfinderische Dorfbewohner die Sa-Techniken nutzten, um aus den Blättern eigene phantasievolle Papiere zu gestalten. Dieses umweltfreundliche Recycling bringt nun den Gemeinden in Pranburi ein zusätzliches Einkommen aus dem Export von Kisten, Bilderrahmen und Buchumschlägen.